Medienberichten zufolge sei die Absprache im “beiderseitigen Einvernehmen” aufgelöst worden, nach der Wolfgang Joop die Marke der SCHIESSER Unterwäsche beim Börsengang und anschließend als Kreativdirektor beraten sollte.
“Da die Zusammenarbeit nicht zustande kommt, ist auch eine Beteiligung in der bisherigen Form vom Tisch”, sagte eine Schiesser-Sprecherin.
Allerdings sei derzeit wegen der Katastrophen in Japan der Fahrplan für die Präsentation der Schiesser-Aktie ins wanken geraten. Eigentlich sollte das Papier während des 2. Quartals 2011 erstmals im Prime Standard der Frankfurter Börse notiert werden. Jetzt ist durchaus eine Verschiebung möglich. Eine Schiesser Sprecherin sagte: “Wir beobachten die Unsicherheiten an den Finanzmärkten sehr genau. Derzeit ist überhaupt nicht abzusehen, welche Folgen die extraordinären Vorgänge in Japan haben werden”. Sollten sich die Unsicherheiten fortsetzen, “schließen wir eine Verschiebung nicht aus”.
Das Konzept für den Börsengang unter Führung der Equinet Bank und der BHF Bank solle jedoch nicht geändert werden. “Wir sind davon überzeugt, dass Schiesser ein sehr lukratives Investment wird”, sagte die Sprecherin. Die bisher eingeleiteten Maßnahmen im Untenehmen seien beim Handel auf “äußerst positive Resonanz” gestoßen, erklärte Vorstandssprecher Rudolf Bündgen. Die Neuausrichtung der angeschlagenen Traditionsmarke sei damit bereits so weit fortgeschritten, “dass sich für eine künftige Zusammenarbeit wenig Spielräume ergeben”, erklärte Bündgen mit Blick auf Joop. Die Gespräche mit dem Potsdamer Designer und Unternehmer über die Art der Kooperation hatten sich lange hingezogen. “Es gab bisher noch keine Zusammenarbeit”, sagte die Schiesser-Sprecherin.